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So entstand einmal dieses Gebet mitten in der benediktinischen Oase St. Patrick, vor einigen Jahren im Anfang dieser neu Gründung dieser Fraternität. Schaffe einen neuen Brennpunkt deines Lichtes in uns macht es nützlich, wie einst die Strahlen eines Leuchtturmes die den Weg weisen.
Jemand muß zu Hause sein, mein Bruder wenn du kommst. Jemand muß dich erwarten, am Deich in dieser Stadt des Nordens, am Bahnhof im Hafen wo dein Schiff ankommt. Jemand muß nach dir eine Ausschau halten bei Tag und bei der Nacht. Jemand muß wachen können am Deich, bei der Hafeneinfahrt, wie am Hauptbahnhof dieser Stadt, um deine Ankunft zu melden. Du mein Bruder und Herr, du kommst ja doch in der Nacht wie ein Dieb. Wachen ist mein Dienst, aber ganz deutlich Wachen und Wache halten, für eine positive Einstellung dieses Planeten unserer Muttererde und der ganzen Schöpfung Gottes. Auch diese eine Welt, sie ist und wird so leichtsinnig, läuft noch draußen herum und Nachts ist sie immer noch nicht zu Hause. Lenkt du Herr sie bis du sicher dann kommst ? Jemand muß dich aushalten, dich ertragen zu können, ohne dabei wenig zulaufen müssen. Das Schweigen auszuhalten und dann doch trotzdem singen zu können. Dein Leiden, deinen Tod mit auszuhalten daraus ein intensives Leben führen zu können. Das muß immer jemand tun für uns mit allen anderen, in einer glaubwürdigen Gemeinschaft aller Altersgruppen der Menschheitsfamilie. So ist dieses für alle von uns. Jemand muß singen können, du unser Herr und Bruder aller, wenn du einfach einmal wieder zu uns kommen möchtest. Dieses ist mein deutlicher Dienst, als der Kleine Bruder des Benedikts hier am Deich des Fluß mit Namens Weser, wie bei der Hafeneinfahrt dein Schiff, deine Kogge ankommen zu sehen, aber auch auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs zu warten, wenn ich dich kommen sehe um dann mit einer klaren Stimme zu singen. Weil du die großen Werke tust, die keiner wirkt als nur du mein Bruder und Herr. Weil du herrlich, wunderbar und freundschaftlich bist wie kein anderer. Dein Geist gibt mir mit jeden neuen Tag, immer wieder eine neue Kreativität und so auch eine Lebendigkeit in meine Nachfolge.
EIN BILD
Eine Priesterin, ein Priester, eine Pastorin, ein Pastor, eine Seelsorgerin, ein Seelsorger, eine Schwester, ein Bruder sollte sein, groß und ganz klein, vernehmen Sinn, wie aus königlichen Geschlecht. Einfach und schlicht wie ein Knecht, wie eine Margt. Ein Held, eine Heldin der oder die sich bezwungen, ein Mensch der mit Gott gerungen. Eine Quelle von aufrechten Leben, ein Sünder, eine Sünderin dem Gott vergibt. Ein Herr, eine Frau dem eignen Verlangen, ein Diener, eine Dienerin der Schwachen und Bangen. Vor keinem Großen sich beugend, zu dem Geringsten sich neigend. Ein Schüler, eine Schülerin von seinem Meister, ein Führer, eine Führerin im Kampf der Geister. Ein Bettler, eine Bettlerin mit flehenden Händen, ein Herold mit goldenen Spenden. Ein Mann, eine Frau auf den Kampfesstätten, eine Mutter an den Krankenbetten. Ein Greis im Schauen, ein Kind im Trauen. Nach Höchsten trachtend, das Kleinste achtend. Bestimmt zu Freude, vertraut dem Leide. Im Denken klar, im Reden wahr, feststehend in sich sein. Aber es kann auch jeder von Euch so sein.
UBI SPIRITUS DOMINI IBI LIBERTAS
Das soll auch uns Mut machen und in uns Freude und Zuversicht wecken. Jesus will unser oft nur zögerndes Vertrauen stärken. Er lädt uns ein: Entdeckt, was da ist, auch wenn es Euch wenig erscheint ! Und: Lebt immer wieder die Verbindung mit mir ! Vertraut auf mich ! Dann wird es auch heute möglich, dass es reicht. Jesu Segen, seine Beziehung zum Vater, Jesu Brotbrechen ermöglichen auch heute das nicht Erwartete. Es reicht aus zum Leben für alle. Das klingt provozierend in Zeiten, in denen uns der Mangel an PriesterInnen, Ordensleute, PastorInnen mehr und mehr bedrückt und wo wir auch unseren finanziellen Mitteln sehr sparsam umgehen müssen; vielleicht können wir das eine oder andere in Zukunft nicht wie bisher weiterführen. Jesus fordert, wie bei den JüngerInnen damals, unseren Glauben heraus. Das Evangelium ist aber auch ein Aufruf an unsere Kreativität des Teilens. Auch eine Kirche mit weniger Personal und äußeren Mittel muss nicht ihre innere Substanz verlieren, ja sie kann sogar an Vitalität gewinnen. Auch eine Kirche mit weniger Geld kann eine Gemeinschaft voll Hoffnung sein für eine Welt, die nach Leben hungert. Es liegt auch an uns, ob wir eucharistisch großzügig oder kleingläubig eng leben !
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