Gottesbild

Die christliche Vorstellung von Gott wurzelt in der biblischen Überlieferung des Alten und des Neuen Testaments. Die beiden grundlegenden "Bilder", mit denen sich das Christentum eine Vorstellung von Gott macht, sind: Gott als Schöpfer sowie Gott als in Christus menschgeworden.



Im Alten Testament begegnet Gott in erster Linie als Schöpfer (Gen. 1+2), als eine alles bestimmende Wirklichkeit. In diesem Sinne wird er beschrieben als derjenige, der in seine Schöpfung hinein handelt und zwar in unterstützender Begleitung der an ihn Glaubenden. So erscheint der alttestamentliche Gott als Befreier (Exodus 3,14), als Beschützer des Volks Israel (Exodus 20), als helfender Begleiter (Gen. 12,1-5).


Im Neuen Testament tritt an die Stelle der exklusiven Bindung Gottes an Israel der Erlösungsgedanke für alle Menschen. Hier wird Gott als ein Gott aller Menschen, der sich in der Person Jesus Christus offenbart hat, gezeichnet. Die Grundaussage lautet nun: Gott ist Liebe (Joh. 4,16).


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