Ordo Sancti  Benedicti, OSB

In Irland hatte seit der Missionierung durch Patrick († um 490) das Christentum und insbesondere das Mönchtum fest Fuß gefasst. Es wurde hier vor allem durch Schreiberklöster von zum Teil beachtlicher Größe repräsentiert. Ein weiteres Spezifikum war das Ideal der Peregrinatio, dass die Mönche zu sehr reger Wandertätigkeit und Klostergründungen bewegte. Meist waren sie in Gruppen unterwegs, bisweilen brachen ganze Klöster auf. Ein solcher Wandermönch war der heilige Columban († 612 oder 615). Er reiste aufs Festland und gründete mit seinen Brüdern 590 das Kloster Luxeuil in den Vogesen. Noch mehrmals zog er weiter, gestorben ist er in Bobbio (Italien). Er hatte bereits konsequent die Verschränkung des Mönchtums mit den weltlichen Herrschern ihres Gebiets verfolgt.

Auch war er Autor einer Klosterregel. Sie wurde gemeinsam mit der Regula Benedicti in Form von sogenannten „Mischregeln“ in den meisten Klöstern befolgt. Aber auch andere Regeln kamen dabei zum Einsatz. Es ist bis 670 nur ein einziges Kloster bekannt, das ausschließlich die Regula Benedicti beachtet hat – Altaripa bei Albi.

Dafür erlangte die Regula Benedicti auf der britischen Insel rasch Beliebtheit, wo Benedict Biscop und Wilfrid sie bekannt gemacht hatten.

Ein anderer irischer Peregrinatio-Mönch war Pirmin, der als erster die von ihm gegründeten Klöster zu einem Verband zusammenfasste (unter anderem Kloster Reichenau, Kloster Murbach und Kloster Hornbach).

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Benedikt von Nursia
Ordensvater der Benediktiner


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