Stille

Gott spricht leise

Liebe FreundInnen,
dear Friends,

" GOTT SPRICHT LEISE. " Durch meine Erfahrungen und als ich vor vielen Jahren in meiner benediktinischen Ordensfamilie eingetreten war und zu einem Konvent gehörte, wurden uns den Neuen die Schweigezeiten erklärt und nahe gelegt. Das machte mich so etwas betroffen, für mich war das damals ganz unverständlich. SOVIEL SCHWIGEN ! Na ja, ich habe es recht gut gehalten, das heißt, jede Gelegenheit, wo irgendwie das Plaudern möglich war, ausgibig zu nutzen. Seit meiner neu Gründung dieser ökumenischen benediktinischen Fraternität der Oase St. Patrick und der Communio Oecumenica Catholik hat eine Übereinstimmung mit dem Papier Chartas Oecumenica sind einige Jahre ins Land gegangen. In mir hat sich vieles geändert, wenn ich auch heute noch nicht für ein punktuelles Schweigen bin, Schweigen wie die Stille sind für mich ganz intensiv Lebensnotwendig geworden. Manche Wirtschaftsmanger suchen auch die Stille der Klöster gerne auf. Aber sie haben andere Beweggründe dafür, sich in die Stille eines Klosters zurück zu ziehen. Mein Leben als ein Kleiner Bruder des Benedikts, ist ein ökumenisches Ordensleben ohne die intensive Stille und das gesunde Schweigen wäre für mich wie ein Flußbett ohne Wasser, oder wie ein schön eingezäunter Garten ohne Humuserde. Alles Leben braucht auch die Stille wie das Schweigen. Über die Natur bereitet sich die Ruhe der Nacht, wir Menschen legen uns dann schlafen und wollen da ungestört sein. Und wie ist es mit dem Leben mit Gott ? Gott spricht sehr leise und kann nur in einer gesunden Stille erfahren werden. Wenn man mit sich auch dann klar ist im innerlichen mit sich selbst, dann wir eine Tür geöffnet. Das habe ich oft intensiv bei mir erleben können, es ist für mich heute noch eine klare Befreiung, dieses tut mir sehr gut in meine Nachfolge als Mitarbeiter im Weinberg des Herrn. Die Stille wie das Schweigen sind für mich inzwischen ein intensives Bedürfnis seines Lebens geworden, das kann ich hier und heute ganz deutlich zum Ausdruck bringen. Ich genieße oft sehr gerne bei meinen Spaziergängen oder Wanderungen, in meinen abendlichen Betrachtungen die herein brechende Nacht, besonders in den Sommerabenden. Ganz besonders liebe ich für mich, die einsamen Spazierwege in einem Wald, in den Bergen gehen. Mit offenen Augen und Ohren über die Weite der Felder und der Wiesen einer Landschaft. Aber es sprecht mich auch die Weite des Meeres bei meinen Spaziergängen am Deich meiner Heimat an. Das Fahren mit dem Rad durch die Landschaft, sind für mich schöpferische Erfahrungen mit der Stille und des Schweigens wahr zunehmen. Da ich nicht zurzeit in einem Kloster und Konvent lebe, sondern in eine Mietwohnung über die Dächer dieser norddeutschen Stadt Bremerhaven, suche ich mir meine Wege der Stille und des Schweigens. Ich finde sie immer und mir tut das alles sehr gut, für meinen Geist, meiner Seele und meines ganzen Körpers. Schweigen heißt nicht nur den Mund zu halten. Wenn morgens früh die meisten Menschen am Frühstückstisch sitzen, habe ich der Kleine Bruder Ottmar des Benedikts bereits einige Stunden in der Stille und des Gebets hinter mir. Um 5,00 Uhr in der Früh am Werktagen beginnt bei mir mein neuer Tag mit der Anbetungsstunde vor dem Kreuz. Anschließend folgen die Psalmen und die Lesungen. Im Psalm 130 heißt es: " MEINE SEELE HART AUF DEN HERRN, MEHR ALS DIE WÄCHTER AUFS MORGENROT. " In der Stille betete ich auch für die Anliegen meiner Mitmenschen, die in der Nacht arbeiten oder leiden, die Krank sind oder eine Angst haben, gebe ich hier auch zum Ausdruck. Nach meinen Frühstück, das meistens schweigend eingenommen wird von mir, ziehe ich mich für die geistliche Lesung dann zurück. Vor knapp 40 Jahren habe ich meine Verbindung mit der benediktinischen Ordensfamilien aufgenommen. Wie auch zu den Kleinen Schwestern und Kleinen Brüdern Jesu des Chares de Foucauld, so habe ich auch eine tiefe Verbundenheit mit den Brüdern von Taize` und der franziskanischen Ordensfamilie. Meine benediktinische Lebensform ist bis heute geblieben und das sollte auch bleiben. So lebe ich auch heute wie ein ökumenischer - katholischer Ordensmann, in der Lebensform der Arbeiterpriester. So erlebe ich in meinem Alltages Leben alle Höhen und Tiefen des Lebens. Neben meine Gebetszeiten am Tage, die das Leben und den Rhythmus bestimmen, gehe ich auch meinen Aufgaben nach. Doch die Stille wie auch das Schweigen sind für mich kein Selbstzweck. " ES DIENT NICHT DAZU DASS ICH MEINE RUHE HABE ". Und mein Schweigen, wie das leise zuhören mit Gott, da GOTT SPRICHT LEISE sein alles anders als bloß den Mund zu halten. Es gebe leider auch ein eisiges Schweigen, mit dem ein Gespräch abgeblockt wird ein Schweigen aus einer Bequemlichkeit. Damit jedoch eine echte Gemeinschaft, Fraternität entstehen kann, wird auch gerne zu bestimmten Zeiten gesprochen. Ich kenne auch noch ein anderes Gesicht des Schweigens......... " MAN IST MIT SICH ALLEIN. DIE STILLE KONFRONTIERT MICH MIT DEM, WAS IN MEINEM HERZEN IST. EIFERSUCHT ODER SELBSTMITLEID BEISPIELSWEISE, DIE DER MENSCH NORMALERWEISE IMMER NUR DEN MITMENSCHEN UNTERSTELLT. " In der Stille entdeckt er. Das steckt auch in mir. " DA HILFT NUR, GEDULDIGT MIT SICH ZU SEIN ". Am besten ist, alles vor Gott zu bringen: " GEGEN DIE NEGATIVEN GEDANKEN POSITIVES ZU SETZEN ". Das kann heilend werken. Hellhörig will ich werden durch das Schweigen, das Gott in mir leise spricht und so auch dann sensibel zu sein für diese Erfahrungen. " DIESE STILLE LÄSST MICH AUFMERKSAM WERDEN FÜR GOTT, FÜR MICH SELBST UND FÜR MEINE MITMENSCHEN UM MICH HERUM. " Dieses Leben fasziniert mich heute, morgen und meines weiteren Leben als Kleiner Bruder des Benedikts, in meiner katholischen, anglikanischen und ökumenischen Heimat. So brauche ich mit unter diese intensive Spaziergänge, als eine schöpferische Befreiung für meines Lebens. Diese Erfahrungen machen mich immer reicher und offener zu meinen Mitmenschen um mich herum. Inzwischen habe ich gelernt, diese Wege und diese Erfahrungen zu nutzen gemacht. Mit ein paar Minuten mehr Zeit kann ich langsam gehen, meinen Gedanken nach gehen, die Hetze um mich lassen, ja sein zu lassen. Hilfreich empfinde ich diesen Gedanken: " DAS GRÜN AN DER AMPEL KOMMT WIEDR. " Ich brauche mich nicht selber hetzen, dass ich es noch schaffe bei jeder Ampel. Ich gehe bewußt mein Tempo weiter, es wird ja dann auch einmal wieder grün. Das sollte ganz normal sein. Warum sollen wir das auch nicht so mit Gott halten ? Für mich ist meine stille Zeit am Morgen, wie auch am Abend sehr wichtig. So ist diese stille Zeit, wenn ich Morgens außer Haus gehe und dann am Abend wieder Daheim bin ganz wichtig geworden. Dann praktiziere ich entweder eutoinische Übungen, wie auch körperlich Wahrnehmungen, aber besonders wieder bei mir gepflegt meine intensive Schweigemeditation. Diese intensive Zeiten kann ich nicht mehr missen, ich brauche und sie gehören in meinem Leben ganz deutlich dazu. So kann ich die Weite der Stille und die Weite des Schweigens lieben. Aber ich muß auch schon zu geben, ich könnte leider nicht immer in ständigen Schweigen leben............ ????????? .............. Das gestehe ich hiermit ganz offen zu. Aber dieses ist für mich sehr lebenswichtig geworden, dieses sollte für mich immer so bleiben. Bis mein Gastleben auf diesem Planeten Muttererde einmal zu Ende geht. So kann ich alles auf eine Karte setzen und mein Leben ganz auf Gott ausrichten. Dieses hat mich angezogen bis jetzt, es sollte auch weiterhin bleiben in meinem Leben als Kleiner Bruder des Ordensvaters Benedikts im ökumenischen katholischen Sinne. So kann ich, der Kleiner Bruder Ottmar alles auf eine Karte setzen und so mein benediktinisches Leben so auch deutlich auszurichten, als ein ökumenischer Ordenschrist der die Konfessionellengrenzen gerne für immer abbauen möchte. SO SPRICHT GOTT LEISE IN MIR UND ER KÖNNTE ES AUCH IN DIR............................

                                Euer der Kleine Bruder Ottmar des Benedikts